Babelfisch-Telefon

Was ein Babelfisch ist, sollte hinreichend bekannt sein – für alle Unwissenden noch einmal: http://de.wikipedia.org/wiki/Babelfisch Allen Wissenden sei hier erklärt, dass die Zeit beinahe reif für ein Update von Douglas Adams‘ Idee eines Übersetzungsfisches ist. Das Wunder heißt T³ und kommt aus dem Hause Microsoft.

The Translating Telephone – T³ – ist eine VOIP-Telefonanlage, die für die eine Seite übersetzt, was die jeweils andere von sich gibt, und das mit erstaunlich gutem Ergebnis. Zwar ist das Video nicht übermäßig aussagekräftig, doch lässt es ahnen, wozu die Technik in Zukunft in der Lage sein wird. Neben der Simultanübersetzung transkribiert das System die Anrufe in Text, der ja dann durchsucht und für die Ewigkeit gespeichert werden kann – der feuchte Traum aller Schäubles, de Maizieres Geheimdienstler, die aber bestimmt schon seit Jahren mit ähnlicher Technologie arbeiten und jetzt nur müde lächeln können.

Dabei fällt mir ein: Der Software-Riese IBM hatte vor einer gewissen Zeit zusammen mit dem Telefonie-Dienstleister JAJAH (die sich selbst als The world’s most innovative global communications company bezeichnen – hui!) einen ähnlichen Dienst unter dem Namen JAJAH Babel angeboten, den es immer noch gibt. Meldungen im Netz darüber finden sich vom August 2008 – mir war allerdings so, eine TV-Werbung dazu vor etlichen Jahren gesehen zu haben, hmm …

Nun bleibt abzuwarten, ob sich T³ durchsetzen wird. Obwohl es sicherlich aufgrund der Sprachbarrieren in der Welt ein recht großes Marktpotential für solche Anwendungen gibt, richtet sich der Erfolg ja letztlich nach der Nachfrage und dem Preis eines solchen Dienstes. In der Geschäftswelt wird ohnehin meist Englisch gesprochen, doch im privaten Bereich könnte diese Technologie helfen, Mauern einzureißen wenn der Bedarf existiert. Vielleicht aber ist diese Idee ihrer Zeit auch noch zu weit voraus, wer weiß …

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