Dänemark

Nördlicher Nachbar Deutschlands, knödelig germanische Sprache, weißes skandinavisches Kreuz auf rotem Grund, Königshaus und Kronen im Portemonnaie – das ist Dänemark. Wir waren für vier Tage mit Oma, Opa und Onkel im Landkreis Tønder (sprich “Tönder”) in Nordschleswig. Wo auf deutscher Seite Nordfriesland aufhört, beginnt dieser schöne Landstrich. Flaches Land – so flach, dass man am Freitag schon sieht, wer am Sonntag zu Besuch kommt – und Inseln mit breiten Stränden, so breit, das glaubt man nicht…

Befahrbare Strände – keine Ahnung, was ich davon halten soll. Aus ökologischen Gesichtspunkten ist es Wahnsinn, doch die Dänen und sämtliche Touristen fahren mit den Blechkisten auf die Strände, so nah ans Wasser, wie möglich. Der Boden ist zwar relativ fest, doch so manch Einer buddelt sich mit hektischen Lenkbewegungen und unkontrolliertem Gasgeben so tief in den Sand, dass die “hilfsbereiten” Abschlepper anrücken müssen, die jederzeit bereit stehen. Zu Fuß erkundet sich ein solcher Strand – wie in unserem Fall auf Rømø – doch viel entspannter.

Die kleine dänische Provinz wurde am vergangenen Wochenende ja sogar in den Fokus der Weltöffentlichkeit gerückt – jedenfalls für alle Freunde des monarchischen Treibens. Prinz Joachim, Bruder des Kronprinzen Frederik heiratete in Møgeltønder bei bestem Wetter. Wahrscheinlich wurde die Gegend ausgewählt, damit da auch endlich mal was los ist :-) Angeln, Wandern und Radfahren sind so ziemlich die einzigen Aktivitäten, derer man sich hingeben kann, es sei denn, man nimmt sich ein wenig Zeit und sieht sich z.B. eine der ältesten Städte Dänemarks – Ribe – mit seiner wunderbar erhaltenen und gepflegten Altstadt an.

Im Übrigen sind die Dänen nette Leute, die teuren Alkohol lieber billig in Deutschland kaufen, fettes Essen schätzen, und die sehr stolz auf ihr Land sind, obgleich sich die Bedeutung Dänemarks seit Ende des Spätmittelalters drastisch gesunken ist. Die für Skandinavien typischen, hübschen Blondinen gibt’s natürlich auch. Das Leben spielt sich etwas langsamer ab, als man es hierzulande kennt – das machen auch die Tempolimits deutlich. Und nochmal: Das Land ist flach – die höchsten Erhebungen Dänemarks sind wohl die Pylonen der Öresundbrücke mit ihren 206 Metern. Den Rest der Informationen gibt’s bei Wikipedia. Mir hat’s dort sehr gefallen…

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