Curie, Hahn, Einstein
26. April 1986 – heute vor 20 Jahren ereignete sich der bislang schwerste Unfall in der Geschichte der Nuklearwirtschaft. Im Block 4 des Atomkraftwerkes in Tschernobyl/Ukraine kam es zu einer unkontrollierten Kettenreaktion, die nach dem jüngsten Bericht der WHO 4000 Menschen das Leben kostete.
Im Zusammenhang mit den Ereignissen von damals möchte ich Euch eine Webseite ans Herz legen. Elena Filatova hat seit 1992 mehrere Motorradtouren durch die Umgebung von Tschernobyl und Pripyat – der nächstgelegenen Stadt unternommen und dabei viele Foto- und Filmaufnahmen gemacht. Ihre Seite ist ein beeindruckendes Post-Tschernobyl-Dokument, daß uns mahnend an die entfesselten Gewalten der Kernenergie erinnert.
Auch wenn Elenas Geschichte ihren eigenen Worten nach zum Teil “more poetry than reality” ist – sie war wohl nicht allein mit dem Motorrad unterwegs, sondern mit ihrem Mann im Auto/Bus – sind die Bilder authentisch und zeigen deutlich, was vor 30 Jahren dort geschah.
Die im Titel dieses Artikels genannten Wissenschaftler haben es mit ihren überragenden Entdeckungen und Arbeiten überhaupt erst ermöglicht, die Kernenergie zu nutzen. Daß sie das tatsächliche Gefahrenpotenzial ahnten, ist sicher. Pierre Curie sagte 1905 in seiner Nobelpreisrede: “…hier stellt sich die Frage, ob es für die Menschheit vorteilhaft ist, die Geheimnisse der Natur zu kennen, ob sie reif genug ist, sich diese Geheimnisse nutzbar zu machen, oder ob diese Erkenntnisse ihr nicht schädlich sind. … Ich bin wie Nobel der Ansicht, daß die Menscheit mehr Gutes als Böses aus den neuen Entdeckungen gewinnen kann.”
Die Nutzung der Atomenergie darf niemals mit dem Wissen um Risiken für Natur und Mensch zugelassen werden, schon gar nicht, solang alternative Energien nicht ausreichend genutzt werden.




