Katrina

Eine der schlimmsten Katastrophen in der amerikanischen Geschichte – so bezeichnete Präsident G. W. Bush die Auswirkungen des Hurrikans. Ein Land, so mächtig und reich befindet sich nun an einem ähnlichen Punkt, wie damals nach dem 11. September 2001. Ich denke nicht, daß diese Nation daraus lernen wird. Sie wird ihren Stolz weiterhin demonstrativ präsentieren, die Leistungen, sich von Europa loszusagen und das Land zu vereinen weiterhin glorifizieren. Viele Menschen hierzulande denken jetzt mit Spott an Amerika: „Das geschieht ihnen recht!“

Doch das ist falsch. Ihre eigene Geschichte verleiht der Mehrheit der Amerikaner ein Gefühl der Stärke und Macht. Und mit genau dieser Stärke werden sie auch dieses Trauma überwinden. Die Schäden werden beseitig, die Häuser wieder aufgebaut, die Dämme erneuert werden. Hollywood wird vielleicht einen oder sogar mehrere Filme über diesen Sturm produzieren. Vielleicht wird ein Teil der Einnahmen aus diesem Epos sogar in einen Fond zur Finanzierung von besseren Frühwarnsystemen oder sonstiger Technologie von sekundärer Bedeutung fließen.

Doch die Arroganz wird bleiben. Sie werden weiterhin kaum Bestrebungen anderer Nationen zur Verminderung des CO2-Ausstoßes unterstützen. Weiterhin werden Autos gebaut, die Hubräume in der Größe des Treibstoffverbrauchs pro 100 km von z.B. japanischen Fahrzeugen haben.

Bleibt zu hoffen, daß diejenigen Amerikaner, die die Mechanismen verstehen, die in ihrem Land herrschen, irgendwann einmal die Mehrheit darstellen und ihr Land in eine bessere Zukunft führen.

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