Artikel mit ‘Tibet’ getagged
so viel auf einmal
Mittwoch, 12. November 2008Uiuiui, da ist was los, in der Welt. Nullwachstum in deutschen Landen – aber erst im nächsten Jahr, da kann man doch in diesem noch ein paar Milliarden an Banken und Automobilkonzerne pumpen, ohne Rendite versteht sich. Als Dankeschön für’s Durchhalten bekommen dieses Wirtschaftswunderwelten dann vielleicht ein paar Steuererleichterungen – es wäre ja nicht das erste Mal. Hat von Euch da draußen jemand Steuergeschenke erhalten? Nein? Keine Sorge, es wird schon etwas geben – für’s Durchhalten…
Licht aus
Sonntag, 24. August 200811196 Athleten aus 202 Nationen waren zwei Wochen lang in China am Start um Gold, Silber oder Bronze zu holen. Nun ist es vorbei. China hat gezeigt, dass es perfekt organisierte Spiele auszurichten vermag. Es hat den Beweis erbracht, dass sich Politik und Sport nicht trennen lassen. Uiguren, Tibeter, Meinungsfreiheit, Zensur sind die negativen Stichpunkte; Weltrekorde und Begeisterung die positiven. Die Weltöffentlichkeit hat 14 Tage lang auf die bevölkerungsreichste Nation geblickt und mit ihr gefeiert. Was konnte dadurch bewegt werden?
FaschoChina
Samstag, 23. August 2008Der Internetzugriff auf die Vermarktungsplattform iTunes wurde wegen des Vertriebs des Albums Songs for Tibet in China gesperrt. Am 10. Mai 1933 verbrannten die Nazis in Deutschland öffentlich zehntausende Bücher.
Nolympia in der Mikrowelt
Freitag, 08. August 2008Oops, was ist denn da in der Mikrowelt los? Tibet? Ganz recht! Heute beginnen die Olympischen Spiele 2008 in China offiziell, was ich zum Anlass nehme, für die Dauer der größten Spiele aller Zeiten das Aussehen dieses Blogs ein wenig zu verändern. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß hier!!!
Songs for Tibet
Dienstag, 05. August 2008Sting, Dave Matthews, Suzanne Vega, Alanis Morissette, Garbage, Underworld – sie alle (und noch einige mehr) sind von heute an auf einem Doppelalbum unter oben genanntem Titel mit einigen ihrer (zum Teil bereits bekannten) Stücke zu hören. Drei Tage vor Beginn der Olympischen Spiele in der Volksrepublik (welch Hohn) China ist damit ein Werk erschienen, welches mit seinen Verkaufserlösen weltweit Projekte finanzieren wird, die sich den Ideen des Dalai Lama verschrieben haben, also der Friedfertigkeit, Gerechtigkeit und Freiheit. Vertrieben wird der Sampler hier unter Apples iTunes.
Große Freiheit
Freitag, 01. August 2008Vielleicht ist es besser, diese in Hamburg zu suchen (und zu finden), als im fernen, so erfolgreichen, so grandiosen China. Die Verständigung unter den Völkern dieser Welt sollen die Olympischen Spiele fördern – nur bitte nicht über das Internet! China zensiert das Netz – selbst für Journalisten. Ich bin ja nun wirklich kein Rebell, aber als Blogger weiß ich die Pressefreiheit zu schätzen. Journalisten erleben derzeit im Reich der Mitte jedoch eine Beschneidung der Rechte auf Presse-, Meinungs- und Informationsfreiheit in ungeahnten Ausmaßen.
Es ist eben nicht nur das unbedeutende und kleine Volk der Tibeter, das verdrängt und seiner Kultur und Religion beraubt wird, es ist nicht nur die Umwelt, die schamlos vergewaltigt wird, es sind nicht nur die Regimekritiker, die bespitzelt, inhaftiert und gefoltert werden. China ist der gesamte Rest der Welt offenbar völlig egal! Sie missachten uns! Sie haben die Spiele, sie haben das Geld und vor allem haben sie ein Wirtschaftswachstum, dass jedem Kapitalisten Schweißperlen auf die Stirn treibt. Jede Anti-Haltung gegenüber Nationen und Völkern ist mir ein Greuel, doch kann ich eine gewisse Antipathie im Bezug auf das Verhalten der chinesischen Administration inzwischen absolut nachvollziehen, so weit ist es schon gekommen – leider.
“der Scheiß”
Montag, 19. Mai 2008Ja, auch ich hänge mich daran auf! Denn es ist beschämend, dass der Bundesvorsitzende der SPD Kurt Beck, der Sozial(!)demokratisch(!)en Partei Deutschlands überhaupt so plump und unbeherrscht reagiert, zumal wenn es sich um den Besuch des Dalai Lama dreht. Steinmeier ist bekannt für seine dümmlichen, geldgesteuerten Äußerungen und “Bedenken” [1] [2] in der Debatte über den Chinesisch-Tibetischen Konflikt. Dass aber auch Beck jetzt dem Druck der Chinesen erliegt, Angst vor chinesischer Kritik zu haben scheint und sich zu Wortmeldungen hinreißen lässt, die keines Politikers würdig sind, stimmt mich mehr als traurig. Vielleicht haben beide nur noch ihren Kampf um die Kanzlerkandidatur im Kopf – und sonst nicht. Was hätte z.B. Willy Brandt – seinerzeit ebenfalls SPD-Vorsitzender, aber auch Regierender Bürgermeister von Berlin, Bundesaußenminister und Bundeskanzler – dazu gesagt?
Nun, da auch offiziell die Chinesische Botschaft gegen den Empfang des Dalai Lama durch die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Heidemarie Wieczorek-Zeul protestiert, sehen sich wahrscheinlich die beiden “Sozialisten” Beck und Steinmeier in ihrer Haltung bestätigt, anstatt, wie es Seine Heiligkeit in einem Interview sagte, den Chinesen als Freunden klar zu sagen, dass sie Fehler begehen. Im Schulterschluss mit anderen Nationen wäre es möglich, politischen und wirtschaftlichen Druck zu erzeugen und aufrecht zu erhalten. Doch Deutschland scheint nicht in der Lage zu sein, sein sonst übliches Engagement für Frieden in der Welt auch im Bezug auf Tibet zu zeigen. Peinlich, und noch peinlicher wenn Heuchler wie die beiden potenziellen SPD-Kanzlerkandidaten dafür verantwortlich sind.
Reise der Harmonie
Donnerstag, 15. Mai 2008So könnte man ihn nennen (anstatt der Route des Olympischen Feuers um die Erde), den Deutschlandbesuch des Dalai Lama. Seine Heiligkeit wird Reden und Vorträge halten, sich mit einigen Politikern treffen und am Montag in Berlin (15:00 Uhr im Schiller-Theater) den Preis “Licht der Wahrheit” verleihen. Von 16 bis 18 Uhr ist eine Kundgebung vor dem Brandenburger Tor geplant.
Tibet, Olympia, China…
Freitag, 09. Mai 2008und Steinmeier. Der hat wieder einmal Angst, die deutsch-chinesischen Beziehungen zu belasten, würde er sich mit Seiner Heiligkeit, dem 14. Dalai Lama treffen. Der hatte um ein Treffen gebeten und bedauert nun Steinmeiers ablehnende Haltung. Der Einfluss der Wirtschaft ist unübersehbar, denn der Chef des Auswärtigen Amtes scheint die wirtschaftlichen Interessen vor die völkerrechtlichen zu stellen.
Feuer frei
Mittwoch, 16. April 2008Was soll man noch schreiben? Ist nicht alles schon tausendfach gesagt? Der Fackellauf des Olympischen Feuers ähnelt eher einem Spießrutenlauf. Demonstranten nutzen die “Reise der Harmonie”, um gegen die Unterdrückung der Tibeter in ihrem eigenen Land durch die chinesische Politik zu protestieren. Die stets präsenten chinesischen Mitläufer – auch Sicherheitsleute oder Spezialeinheit genannt – sollen für einen reibungslosen Lauf sorgen, doch jetzt werden sie von den Australiern vielleicht in Schach gehalten.
Der Fackellauf, der eigentlich den olympischen Geist von Frieden und Völkerverständigung in die Welt tragen soll, ist zu einem Symbol für die Masse der Entrechteten geworden. Die geplante Besteigung des Mount Everest und der Weg der Fackel durch Tibet hindurch sind ein Schlag in die Gesichter all derer, die für die religiöse und kulturelle Autonomie Tibets seit Jahren demonstrieren und kämpfen. Schäm Dich, China – schäm Dich, IOC!
…Beckmann
Freitag, 11. April 2008Reinhold Beckmanns letzte Talkshow war recht interessant. Nachdem ich eine vorangegangene Wiederholung nur bruchstückhaft verfolgen konnte, lief heute eine Wiederholung auf 3sat. Meine Abneigung gegen Johannes B. Kerner veranlasst mich hin und wieder, anderen Moderatoren eine Chance zu geben. Beckmann redet zwar in ähnlichem Stil, doch schon die Anordnung der Möbel wirkt angenehmer als bei Kerner. Während Johannes wie auf einem Thron sitzt, und seine Gäste an einer Art Tresen zu ihm aufsehen dürfen, teilt sich Beckmann einen Tisch mit seinen Gästen. Das Format der Sendung hat seinen festen Platz in der deutschen Medienlandschaft und ist beliebt.
Wie lange noch?
Montag, 07. April 2008Wie lange müssen all die Menschen weltweit noch ohne die Unterstützung ihrer Regierungen gegen den Terror Chinas in Tibet demonstrieren? Wie lange noch werden die politischen Führer schweigen? Wie lange noch werden die Mächtigen der Wirtschaft ihre Milliarden in die chinesische Wirtschaft pumpen? Wie lange noch wird die UNO ihre Augen vor dem Völkermord in Tibet verschließen? Wie lange noch wird die Zensur des Internet in China vom Westen geduldet werden? Wie lange noch wird über ein Olympia-Boykott nur geredet?
Völkermord
Donnerstag, 20. März 2008Das ist es, was China seit Jahrzehnten in Tibet praktiziert. Die Milliarden Dollars, Euros und Pfund, die jedes Jahr von der Wirtschaft der großen Industrienationen in das Land der Mitte gepumpt werden, werfen Renditen ab, die jegliche Bedenken im Bezug auf Menschenrechtsverletzungen im Keim ersticken zu scheinen. Doch jetzt ertönen mahnende Worte von allen Seiten – auch Frau Merkel kritisierte Chinas Vorgehen. Ihr Treffen mit Seiner Heiligkeit, dem XIV. Dalai Lama am 23. September 2007 war damals noch von unserem Außenminister Steinmeier scharf verurteilt worden. Der gleiche Mann verlangt jetzt ein Ende der Gewalt in Tibet und appellierte an seinen chinesischen Amtskollegen, größtmögliche Transparenz über die Ereignisse in Tibet herzustellen. Wie sich doch die Äußerungen ändern, wenn einem die Wirtschaft gerade nicht im Nacken sitzt…






