Laptop Orchestra

Gestern Abend spielte eine Formation im Berliner Tachelis, die sich Laptop Orchestra nennt. Sieben Musiker, ein jeder in einem aufgeblasenen Plastikraum, vergleichbar mit einer Zelle, mit einem Laptop nebst Netzwerkverbindung zu den anderen sechs und diversen Eingabegeräten wie Maus oder auch Playstation-Pad bewaffnet, boten drei Stücke dar, deren Stil sich vielleicht am ehesten mit Minimal-Elektro beschreiben läßt, obwohl jedwede angewandte Schublade nur zu klein sein kann. Laptop Orchestra weiterlesen

Registierungswahnsinn

Warum gibt es eigentlich noch keinen Standard für die Registrierung bei Online-Shops oder Providern? Username, Login, Kundennummer, Mail-Adresse – bei jedem Anbieter gilt es andere Angaben zu machen. Im Nachhinein werden einem dann häufig die Paßwörter im Klartext per Mail zugesandt – Sicherheit, wo bist Du?

Theater

gefunden: http://www.ftd.de/me/cl/21550.html

Was muß man sich nicht alles in diesen Tagen gefallen lassen…
Da wird eine anarchistische Partei mit der Begründung zur Bundestagswahl zugelassen, sie hätte die Absicht, ernsthaft auf die politische Willensbildung Einfluss nehmen zu wollen, und es gibt Volksvertreter, die gegen Wahlspots dieser Partei unnützes Geschrei verursachen, anstatt zu handeln…
Wahlkampf oder Karneval?

Katrina

Eine der schlimmsten Katastrophen in der amerikanischen Geschichte – so bezeichnete Präsident G. W. Bush die Auswirkungen des Hurrikans. Ein Land, so mächtig und reich befindet sich nun an einem ähnlichen Punkt, wie damals nach dem 11. September 2001. Ich denke nicht, daß diese Nation daraus lernen wird. Sie wird ihren Stolz weiterhin demonstrativ präsentieren, die Leistungen, sich von Europa loszusagen und das Land zu vereinen weiterhin glorifizieren. Viele Menschen hierzulande denken jetzt mit Spott an Amerika: „Das geschieht ihnen recht!“

Katrina weiterlesen

1. September

Nun ist es also bereits 66 Jahre her, daß Deutschland Polen überfiel und damit das Startsignal für den Zweiten Weltkrieg setzte, für eine Vernichtung unglaublichen Ausmaßes, für eine Unterdrückung von unbeschreiblicher Grausamkeit. Dennoch erlebt zum Beispiel die Sprache in diesen Tagen wieder eine Renaissance, die jedermann aufhorchen lassen sollte. Parolen wie „Heimat, Arbeit, Vaterland“, geschwungen wie glänzende Schwerter lassen in diesem Wahlkampf keinen Zweifel über die faschistoide Gesinnung ihrer Urheber.

1. September weiterlesen

das Göttliche

Ist es nicht erstaunlich, das Göttliche zu erkennen? Nur für einen ganz kurzen Moment wird man der Herkunft allen Seins gewahr. Die Gewissheit, etwas tatsächlich Höheres entdeckt zu haben wirft einen sofort aus der Bahn. Es ist reine Wahrheit, die nicht verfälscht oder verbogen werden kann – absolut pur. Ein Gefühl, so klar und rein durchflutet uns, und wir sind in diesem Augenblick nicht in der Lage, darüber nachzudenken, geschweige denn, zu reden. Für einen zeitlosen Wimpernschlag sehen wir alles in einem klaren Licht, beobachten die Dinge, wie sie sind. Doch gelingt es uns nicht, diesen Moment zu dehnen, ihn auszukosten. Wir sind seiner Kürze erlegen und vermissen schon bald die Sicherheit, die er uns gab.

Ich hatte eben einen solchen Moment – ausgelöst durch unglaublich tiefe Liebe. Nun hab ich versucht, zu beschreiben, wie ich dabei empfand. Gelungen ist es mir nicht, schade…
…aber dieser Moment…

am Anfang war der Blog?

So begebe ich mich also auch in die Blogosphäre, in das Reich der Worte und Bilder, die ungeachtet des Interesses oder Desinteresses derer, die auf digitalen Wellen durch die Brandung des Internets surfen, dort eingestellt werden.
Voll unbestimmter Erwartungen in die Dinge die da kommen mögen werde ich hier meinen Senf zu allgemeinen und speziellen Themen abgeben, gelobe, mich in (regel?)mäßigen Abständen hier blicken zu lassen und wünsche mir, die hier folgenden Ergüsse würden von irgendjemandem dort draußen beachtet werden, denn wir sind schließlich alle kleine Exhibitionisten und Voyeure zugleich.
🙂